• Mystische Maya-Stätten

    Gepostet am 4. September 2014 von Konni zu Guatemala, Honduras, Lateinamerika, Mexiko.
    Maya-Stele

    Maya-Stele © Wikipedia


    Für 2012 hatten die Maya den Weltuntergang prophezeit: Am 21.12. sollte ihr Kalender enden und mit ihm unsere Zivilisation. Diese Prognose ist glücklicherweise nicht wahrgeworden, doch die Maya-Stätten haben deshalb nichts von ihrem Reiz eingebüßt.

    Der Maya-Kalender ist zwar schon alt, aber auch sehr präzise und beruht auf exakten astronomischen Beobachtungen. Fest steht, dass es am 21.12.2012 tatsächlich zu einer ungewöhnlichen und seltenen Planetenkonstellation gekommen ist: An diesem Tag nahm die Sonne das Zentrum der Milchstraße ein, was nur rund alle 26.000 Jahre geschieht.

    Doch wer war eigentlich dieses Volk, das solche ausgezeichneten Mathematiker und Astronomen hervorgebracht hat? Kapitel aus der bewegten Geschichte dieser hochstehenden Kultur erzählen die Maya-Stätten in Mittelamerika. Einige von ihnen wurden hervorragend restauriert, andere verstecken sich noch bis heute tief im Urwald und warten auf ihre Wiederentdeckung. Das Reich der Maya, die aus dem Hochland von Guatemala stammten, war sehr groß. Es erstreckte sich über das heutige Mexiko (Quintana Roo, Yucatan, Campeche, Tabasco, Chiapas), Guatemala, Belize bis in den Westen von Honduras und El Salvador.

    Die Maya-Gesellschaft durchlebte verschiedene Entwicklungsstufen: In der vorklassischen Periode (1.500 vor Christus bis 250 nach Christus) gründeten die Olmeken (wohl die Ahnen der Maya) erste Königreiche. Sie errichteten einfache Sakralstätten auf Plattformen oder Hügeln, um sich vom Volk abzuheben. Erste Wissenschaften entstanden – wie Mathematik, Astronomie, Hieroglyphenschrift, Kalenderkunde. Es entwickelten sich auch künstlerische Techniken, zum Beispiel Weben, Holz- und Steinbearbeitung sowie Töpfern. Das Königtum gewann immer mehr an Bedeutung und wurde als Verbindungsglied zu Ahnen und Göttern angesehen. Und es bildeten sich unterschiedliche soziale Schichten heraus.

    In ihrer Klassik (250 bis 900 nach Christus) erlebte die Maya-Kultur ihre Blütezeit. Es entstanden neue Königreiche und mächtige Stadtstaaten wie Tikal, Calakmul, Palenque und Copán. Die Entwicklung in Wissenschaft und Handwerk wurde weiter vorangetrieben. Beim Bau von bis zu 70 Meter hohen Tempeln und anderen Gebäuden bediente man sich jetzt neuer Techniken und Verfahren. So wurde das Baumaterial aus Steinbrüchen gewonnen, Mörtel als Bindemittel und Stuck als Schutz für die Gebäude verwendet, Geländer, Treppen, Säulen eingefügt und die Bauten mit Skulpturen, Wandmalereien und Mosaiken verziert. Doch schon im neunten Jahrhundert nach Christus verließen die Bewohner die Stadtstaaten im zentralen Tiefland. Die genauen Gründe sind bis heute nicht geklärt. Schuld daran könnten Hungersnöte auf Grund von Überbevölkerung, Krieg oder auch der Verlust des Obrigkeitsglaubens gewesen sein.

    In der Postklassik (900 bis 1492 nach Christus) siedelten sich viele Menschen im nördlichen Tiefland an. Damit gewannen Stadtstaaten wie Uxmal und Chichen Itz á immer mehr an Macht und Einfluss. Nach der Eroberung von Chichen Itzá durch Mayapan Anfang des 15. Jahrhunderts zerfiel die Yucatán-Halbinsel in kleinere Stammesgebiete. Die Spanier unterwarfen ab 1492 nach und nach das gesamte Maya-Land. Obwohl schon fast alle Maya bis Mitte des 16. Jahrhunderts unterjocht worden waren, kämpften die Itza-Maya noch bis 1697 gegen die Eroberer, wurden dann aber auch besiegt.

    Wer sich die spannende Geschichte der Maya etwas genauer vor Augen führen möchte, der sollte einige ihrer Stätten besuchen, die in den Wäldern Zentralamerikas schlummern. Die zehn beeindruckendsten sind hier aufgezählt und beschrieben.

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