• Parque Nacional Manú

    Gepostet am 1. Oktober 2014 von Konni zu Lateinamerika, Peru.
    Parque Nacional Manú

    Parque Nacional Manú © Wikipedia


    Mit knapp zwei Millionen Hektar ist der Parque Nacional Manú in der Amazonas-Tiefebene eines der größten Regenwaldschutzgebiete der Erde. Der Park wurde 1973 gegründet, um sein intaktes Ökosystem zu schützen.

    In den drei sensiblen Ökozonen (vegetationsarme „Puna“ in den Höhen der Anden, Nebelwald, Regenwald Amazoniens) darf weder gefischt, gejagt noch Abholzung betrieben werden. Die UNESCO hat den Park 1983 zum Weltnaturerbe erklärt.

    Vom Jaguar über Brillenbären, Anden-Schakale, Ozelote, Tapire, Riesenotter, Kaimane bis hin zu verschiedenen Affen- und 1.000 Vogelarten sind hier unzählige, vielfach vom Aussterben bedrohte Tiere vertreten. Auf Höhenlagen zwischen 365 und 4.000 Meter findet man außerdem rund 15.000 bekannte Pflanzen- und über 200 Baumarten. Und fast jede Woche werden es mehr, denn große Teile des Parks sind noch nicht erschlossen.

    Manú ist in drei Bereiche sowie eine vierte Zone für die Einheimischen eingeteilt:

    • In der frei zugänglichen „Zona Cultural“ (circa 40.000 Hektar), der öffentlichen Zone, leben die Einheimischen; außerdem stehen hier einige Lodges für die Touristen.
    • Die über sechsmal so große „Zona Experimental“ (experimentelle Zone) mit nur ganz wenigen Lodges darf lediglich von angemeldeten Wissenschaftlern und Forschern sowie Ökotouristen mit Genehmigung, lizensiertem Führer und berechtigtem Veranstalter besucht werden. Ein Ausflug in dieses Gebiet wird zum grandiosen Naturerlebnis, zum Beispiel bei Wanderungen zu den Urwaldseen „Cocha Salvador“ und „Cocha Otorongo“. Mit ein bisschen Glück entdecken Hiker sogar Jaguare beim Sonnenbaden.
    • In den größten Teil des Parkes, der „Zona Natural“ (Sperrzone) haben Touristen keinen Zutritt. Nur Anthropologen und Wissenschaftler mit Genehmigungen des peruanischen Landwirtschaftsministeriums dürfen diesen Bereich betreten.
    • In einer vierten Zone, auf fast 100.000 Hektar, leben die Einheimischen, die Yaminahua und Kugapakori, deren ursprüngliche Lebensart als Urwaldnomaden erhalten werden soll.
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