• Parque Nacional Lauca

    Gepostet am 1. Oktober 2014 von Konstanze zu Chile, Lateinamerika.
    Parque Nacional Lauca

    Parque Nacional Lauca © Konstanze Pfeiffer


    Der Parque Nacional Lauca im Altiplano (Anden-Hochland) von Nord-Chile, unmittelbar an der bolivianischen Grenze, ist noch ein echter Geheimtipp. Abseits der gängigen Reiserouten gelegen, verirren sich nur wenige ausländische Touristen hierher. Massentourismus also Fehlanzeige.

    Lauca ist ein Juwel unter den Nationalparks und steckt voller Überraschungen: Hier findet sich auf 4.520 Metern einer der höchstgelegenen Seen der Welt – der „Lago Chungará“. In seinem kristallklaren Wasser spiegeln sich die umliegenden schneebedeckten Vulkane – fast alles 6.000-er (wie der „Volcán Parinacota“ mit 6.348 Metern).

    Man kann Stunden in dieser malerischen Gegend verbringen und das Leben am See beobachten: Flamingos nehmen im eiskalten Wasser ein Fußbad, Alpaca-Herden grasen in der kargen Landschaft, etwas weiter entfernt sieht man ihre freilebenden Verwandten, die Vicuñas (eine Kamelart), stehen. Anden-Kondore ziehen am stahlblauen Himmel ihre Kreise, und ab und zu lugt ein putziges Vizcacha (eine Chinchilla-Art) hinter einem Felsbrocken hervor. In dieser Höhe wächst die grüne Yareta-Pflanze, die auf den Steinen wie ein weiches Polster wirkt, aber in Wirklichkeit hart und verharzt ist.

    Wer nicht höhenkrank ist, kann größere Spaziergänge unternehmen und zum Angeln oder Klettern gehen. Heiße Quellen laden zum Relaxen ein. Alle, die mehr über das Leben der Indios erfahren wollen, sollten das Dorf Parinacota auf 4.450 Metern Höhe besuchen. Hier wohnen zwar nur noch sehr wenige Menschen, aber allein schon die hübsche Kirche mit ihren freistehenden Glockentürmen und Fresken aus der „Schule von Cusco“ („Escuela Cuzqueña“) ist sehenswert.

    Von Tagestouren ab Arica in den Nationalpark ist abzuraten, da man innerhalb weniger Stunden von Meereshöhe auf rund 4.500 Meter befördert wird. Auch für die Fahrer ist dieser Ausflug sehr anstrengend, und es kommt auf dieser Strecke häufig zu Unfällen. Besser ist es, in dem kleinen Ort Putre (auf 3.500 Metern) in der Nähe des Parks zu übernachten. Zwischen Arica und Putre gibt es kaum eine weitere Möglichkeit, sich zu akklimatisieren.

    Print Friendly
    Beitrag mit Schlagwörtern: ,
Keine Kommentare