• Parque Nacional da Chapada dos Veadeiros

    Gepostet am 1. Oktober 2014 von Konstanze zu Brasilien, Lateinamerika.
    Parque Nacional da Chapada dos Veadeiros

    Chapada dos Veadeiros © Wikipedia


    Der wunderschöne, aber abgelegene Parque Nacional da Chapada dos Veadeiros (Hochebene des Sumpfhirsches) gehört zu den größten Nationalparks im Landesinneren von Brasilien.

    Inmitten des „Cerrado“ (Buschsteppe) auf 600 bis 1.650 Metern gelegen, wurde er Anfang der 1960er-Jahre gegründet. Ziel war es, die Quellen verschiedener Flüsse sowie die vielfältige Tier- und die exotische Pflanzenwelt (Orchideen, Brasilianischer Pfefferbaum, Kokos-Babassu-Palmen und so weiter) zu schützen.

    Spektakuläre Wasserfälle, natürliche Schwimmbecken, Schluchten, Felsen und Palmenhaine bestimmen das Bild dieses Parks. Hier leben vom Aussterben bedrohte Tiere, zum Beispiel Pampashirsche, Mähnenwölfe und Jaguare, aber auch riesige Gürteltiere, Tapire, Tukane, Nandus, Königsgeier und viele mehr. In den letzten zehn Jahren hat der Ökotourismus in diesem Gebiet deutlich zugenommen. Auch Abenteuersport wird großgeschrieben: Aus ganz Brasilien reisen Kletterer und Kanuten an, um hier ihren Leidenschaften zu frönen.

    Viele Bewohner, die früher in den Minen arbeiteten, wurden zu Fremdenführern ausgebildet. Sie begleiten Besucher auf ihre Wanderungen wie in den „Cânion Rio Preto“, wo sich der Fluss durch enge Sandstein-Schluchten arbeitet, zum malerischen Wasserfall „Cachoeiras Almécegas“ oder „Morro da Baleia“ (Wal-Hügel), den man auch ersteigen kann. Organisierte, jeweils sechsstündige Touren führen zu den Hauptattraktionen der Chapada: Schluchten, Wasserfällen und Felsen. Tolle Abendstimmung erlebt man im „Vale da Lua“ (Mondtal), wo die untergehende Sonne die Felsen in ein bizarres Licht taucht.

    Print Friendly
    Beitrag mit Schlagwörtern: ,
Keine Kommentare