• Parque Nacional Cotopaxi

    Gepostet am 1. Oktober 2014 von Konstanze zu Ecuador, Lateinamerika.
    Parque Nacional Cotopaxi

    Parque Nacional Cotopaxi © Wikipedia


    Der Parque Nacional Cotopaxi in 3.400 bis 5.897 Metern Höhe ist besonders beliebt bei Bergsteigern, die den höchsten aktiven Vulkan der Welt, Cotopaxi (5.897 Meter), bezwingen wollen.

    „Cotopaxi“ bedeutet einerseits in der Sprache der Cayapas „Hals des Mondes“. Andererseits wurde der Vulkan aber von den vorinkaischen Panzaleos „Feuerschlund“ genannt: Neben den Freuden bei der Besteigung hat er schon viel Leid gebracht, zuletzt bei seinen Ausbrüchen im 20. Jahrhundert. Auch jetzt sind die Forscher wieder von den Schmelzen am Westhang unterhalb des Kraters alarmiert.

    Doch der Vulkan gehört trotzdem zu den meistbestiegenen Bergen Südamerikas. Beim Erklimmen des Gipfels erleben Hiker intensiv die Landschaften des Hochlands: Ihr Weg führt vorbei an der „Laguna Limpiopungo“, einem hübschen kleinen See mit reicher Vogelwelt, durch die herbe Vegetation des Hochplateaus mit Wildpferden, Lamas und Anden-Kondoren bis hin zum Vulkangletscher. Steht man dann endlich am Schlund des Kraters, umgeben von absoluter Ruhe, stellt sich ein unbeschreibliches Glücksgefühl ein. Ein Blick über die schneebedeckten Berge der Anden ist Belohnung genug für die Strapazen des Aufstiegs.

    Der Cotopaxi ist nicht der einzige Vulkan in diesem Gebiet, sondern er gehört zur etwa 300 Kilometer langen „Allee der Vulkane“ in den östlichen Anden – so wie auch der nicht mehr aktive Vulkan Rumiñahui. Mit seinen „nur“ 4.721 Metern ist er der kleine Bruder des Cotopaxi und leicht zu besteigen.

    Auch in Sachen Kultur gibt es im Park einiges zu sehen, zum Beispiel die Ruinen der ehemaligen Inka-Festung Pucará sowie einen im 15. Jahrhundert errichteten Inka-Palast am Fuße des Cotopaxi. Im 17. Jahrhundert wurde er von einem katholischen Augustiner-Orden in ein Kloster umgebaut. Aus der religiösen Stätte ist inzwischen ein beliebtes Hotel geworden: die Hazienda San Agustin de Callo.

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