• Kuba: Naturparks & Karibik-Feeling

    Gepostet am 5. August 2014 von Konstanze zu Kuba, Lateinamerika, Unterwegs in ....
    Kuba: Naturparks & Karibik-Feeling: Valle de Viñales

    Kuba, Valle de Viñales © Konstanze Pfeiffer

    Sonne, Meer und Puderzuckersand: Kuba ist mit Abstand die interessanteste Insel der Großen Antillen. Hier gibt’s nicht nur tolle Bilderbuchstrände, sondern auch Naturparks mit großartiger Fauna und Flora.

    Valle de Viñales, Provinz Pinar del Río

    Diese surreal anmutende Landschaft im Westen der Insel sollte auf keiner Kuba-Reise fehlen. Bucklige Kalksteinformationen („Mogotes“), Tabakplantagen und Königspalmen verleihen dem zehn Kilometer langen und vier Kilometer breiten Tal einen einzigartigen Charakter. Die Kegelfelsen, die aus fruchtbarem roten Boden zu wachsen scheinen, sind rund 170 Millionen Jahre alt. An ihren Steilwänden gedeihen seltene Pflanzen, wie zum Beispiel der Kubanische Palmfarn.

    Das Tal, das zur UNESCO-„Kulturlandschaft der Menschheit“ gehört, lädt zu tollen Wanderungen ein. Im Sommer sollte man früh morgens starten, da es tagsüber sehr heiß werden kann. Beim Spaziergang überrascht inmitten schöner Landschaft eine 120 Meter hohe und 180 Meter breite „Mural de la Prehistoria“ – eine Felsmalerei des mexikanischen Künstlers Leovigildo González Morillo.

    Ausruhen können sich müde Hiker in Farmhäusern, die am Wegesrand liegen: Bäuerinnen wecken die Lebensgeister ihrer Gäste mit starkem Kaffee und selbstgemachter Limonade. Wer Spanisch spricht, erfährt bei einem Schwätzchen mehr über das Leben der Landbevölkerung. Besucher kommen „zigarrentechnisch“ auf ihre Kosten: Einige Exemplare von guter Qualität, die in palmwedelgedeckten Tabakschuppen getrocknet werden, verkaufen die Tabakbauern zu fairen Preisen.

    Abkühlung gibt’s anschließend auf einer Motorbootfahrt durch die Karsthöhle „Cueva del Indio“ – oder in der kleineren und weniger touristischen Höhle „Cueva de San Miguel“, die mit ihren Stalaktiten an einer überhängenden Steilwand auch sehenswert ist. Besonders interessant für Höhlenfans dürfte die Grotte „Caverna de Santo Tomás“, das größte Höhlensystem des Landes, sein. Es bietet auf 46 Kilometern Ausdehnung verschiedenste Tropfsteinformationen und kann mit einem Höhlenforscher besichtigt werden.

    Cayo Coco und Cayo Guillermo, Archipel Jardines del Rey

    Weiße Palmenstrände, türkisblaues Meer: Die Eilande Cayo Coco und Cayo Guillermo, die zum Archipel „Jardines del Rey“ (Gärten des Königs) gehören, lassen keine Urlaubswünsche offen.

    Cayo Coco – mit 370 Quadratkilometern die größere der beiden Inseln – ist durch einen 17 Kilometer langen Damm mit dem Festland verbunden. Sie punktet vor allem mit rund 22 Kilometern Puderzuckerstränden, Mangrovenwäldern und vielen endemischen Pflanzenarten. Auf der Insel kann man baden, tauchen, spaziergehen, wandern und radeln. Cayo Coco wurde übrigens nicht nach der Kokosnuss benannt, sondern nach einem kleinen weißen Reiher, dem „Coco“ oder auch „Ibis Blanco“.

    Über 200 Tierarten sind auf der Insel zu Hause, zum Beispiel Reiher, Pelikane und Flamingos. Im Naturpark „Parque Bagá“ tummeln sich Krokodile, Schlangen, Meeresschildkröten, Leguane, Wildschweine und Delphine. Beim Schnorcheln oder Tauchgang am über zehn Kilometer langen Korallenriff zeigt sich die bunte Seefauna in kristallklarem Wasser von ihrer schönsten Seite.

    Doch die Zahl der Hotelbetten steigt im Naturparadies, da Kuba sein Geld inzwischen hauptsächlich mit Tourismus verdient. Es bleibt abzuwarten, wie der Inselstaat sein Konzept vom sanften Tourismus umsetzen will …

    Auf dem nur 13 Quadratkilometer großen Inselchen Cayo Guillermo, das erst vor kurzem für den Tourismus entdeckt wurde, fällt alles eine Nummer kleiner aus als auf Cayo Coco. Aber trotzdem ist das Eiland traumhaft schön: Mit seinen makellosen Sandstränden, Tauchrevieren am Korallenriff und bis zu 15 Meter hohen Dünen braucht sich Guillermo vor der großen Schwester nicht zu verstecken. Schon Hemingway wusste die Insel und ihre noch kleineren Nachbarn zu schätzen – und verewigte sie sogar in seinem Buch: „Inseln im Strom“.

    Nationalpark Alexander von Humboldt, Provinzen Holguín und Guantánamo

    Dieser Park im Osten Kubas gilt als wahrer Naturschatz: Hier ist nicht nur ein größerer Artenreichtum zu finden als auf den meisten anderen Tropeninseln. Auf den 60.000 Hektar hat auch einer der letzten ausgedehnten Regenwälder der Großen Antillen überlebt. Der „Parque Nacional Alejandro de Humboldt“, der nach dem gleichnamigen deutschen Naturforscher benannt wurde und zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, erstreckt sich von der Mangrovensumpfküste bis hin zum 1.175 Meter hohen Berg „El Toldo“.

    Der Nationalpark beherbergt eine riesige Anzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten: zum Beispiel Seekühe, den Kubanischen Schlitzrüssler, die Polymita-Schnecke mit ihrem bunten Gehäuse und das einen Zentimeter große Monte-Iberia-Fröschchen, das zu den kleinsten Landwirbeltieren zählt sowie Drachen-, Korallen-, Regenbäume und Edelhölzer wie Mahagoni und Teakholz.

    Um den Park von seiner schönsten Seite kennen zu lernen, sollte man am besten eine geführte Wandertour buchen, wobei die Anfahrt von Baracoa aus in einem kleinen Lastwagen die Nerven strapazieren kann. Einige Wanderungen eignen sich eher für geübte Hiker, etwa der „Sendero Balcón de Iberia“, der erst hinein in den Regenwald und anschließend hinauf zum Monte de Iberia (740 Meter) führt. Unterwegs können sich müde Hiker aber in einem der Wasserfälle mit Naturpools erfrischen. Andere Exkursionen sind etwas entspannter, zum Beispiel eine kombinierte Boots-/Wandertour („Bahía de Taco“) oder der „Sendero el Recreo“ an einem Fluss entlang zur Bahía.

    Maria La Gorda, Provinz Pinar del Rio

    Einst musste hier Maria, die Dicke, ihren Körper an Seeleute verkaufen, um am Leben zu bleiben: Piraten hatten die Venezolanerin am schönen Palmenstrand allein zurückgelassen. Glück im Unglück: Maria starb als reiche, zufriedene Frau. So heißt es zumindest in der Legende, die sich um dieses einzigartige Naturparadies rankt.

    Maria La Gorda – ganz im Westen Kubas, im Naturschutzgebiet Guanahacabibes gelegen – bietet alles für einen perfekten Urlaub: kilometerlange menschenleere weiße Palmenstrände, türkisblaues klares Meer und vor allem Top-Tauchgebiete, die mit ihren imposanten Korallenriffs zu den besten Mittelamerikas gehören. Wer hier in die Tiefen des Meeres vordringt, trifft nicht nur auf bunte exotische Fische, sondern auch öfter auf Walhaie.

    Naturfreunde sollten jedoch nicht nur am Strand bleiben, sondern auch im Hinterland auf Entdeckungstour gehen. Nicht umsonst wurde die Halbinsel Guanahacabibes mit ihren Wäldern und Mangrovensümpfen Mitte der 80er-Jahre zum Biosphärenreservat der UNESCO erklärt. Zur vielfältigen Tierwelt zählen etwa Wildrinder, Hirsche, verschiedene Papageienarten und der kleinste Vogel der Welt, der Hummelkolibri. Meeresschildkröten kommen in der Brutzeit zwischen Mai und Oktober nachts zum Strand, um ihre Eier abzulegen. Einziger Wermutstropfen: Wirbelstürme haben immer wieder in den letzten Jahren größere Schäden auf Guanahacabibes angerichtet.

    Cayo Largo, Archipel Los Canarreos

    Endlose Strände, kristallklares Wasser, Sonne satt – wem das noch nicht reicht, der sollte nach Cayo Largo kommen. Auf 38 Quadratkilometern erwarten den Besucher weitere Highlights: So ist der Oolith-Sand an den Stränden im Süden so weiß und fein, wie kaum irgendwo auf der Welt. Und er erwärmt sich nicht – ein Riesenvorteil im heißen Kuba.

    Der zwei Kilometer lange Beach „Playa Sirena“ hat es mit seinem Puderzuckersand und seinen faszinierenden Korallenbänken sogar unter die Top Ten-Strände der Karibik geschafft. Die Zeitschrift „National Geographic“ kürte die fischreiche Unterwasserwelt vor Playa Sirena zu einer der am besten erhaltenen weltweit. Wer die fantastische Meeresfauna und -flora hautnah erleben möchte, braucht nur einen Tauchgang buchen: Nicht nur Playa Sirena, sondern die gesamte Insel wird als Taucherparadies geschätzt. Meeresschildkröten begegnet man mit etwas Glück am abgelegenen Strand Playa Tortuga oder im Touristenörtchen Isla del Sol, wo auf einer Schildkrötenfarm die Jungen aufgezogen werden.

    Der Norden der Insel ist wilder und unwegsamer. In den dichten Mangrovenwäldern und Salzsümpfen leben viele Vogelarten wie Pelikane, Flamingos, Kraniche oder Hummelkolibris. Vor der Küste kann man nach Wrackteilen alter gesunkener Schiffe tauchen.

    Auf der Insel gibt es allerdings nur Hotels; die einheimischen Angestellten kehren nach 20 Tagen Arbeit zu ihren Familien auf die anderen Inseln oder aufs Festland zurück. Wer also mehr über das wirkliche Kuba erfahren will, sollte diesen Traumurlaub mit einer Rundreise durchs Land verbinden.

    Sierra Maestra, Provinzen Granma und Santiago de Cuba

    Wer auf den Pfaden der Revolution wandern will, für den ist Kubas höchste Bergkette genau der richtige Ort: Tief versteckt in der subtropischen Berglandschaft lag 1957/58 das Hauptquartier der Guerillas unter Kommando von Fidel Castro und Che Guevara. Ein Guide führt die Gäste auf einer etwa zweistündigen Wanderung hinauf zur ehemaligen Generalkommandantur der Rebellen, die in ein Museumsdorf umgewandelt wurde. Von der Sendestation „Radio Rebelde“ über Fidels Bett bis hin zu Ches Klohäuschen ist alles originalgetreu erhalten geblieben.

    Der „Comandante en Jefe“ hatte sich diese Gegend ganz bewusst als Versteck ausgesucht: Für Batistas Truppen war es unmöglich, in der wilden, unzugänglichen Berglandschaft die Partisanen aufzuspüren. Dazu kam, dass hier – im armen Osten der Insel – Fidels Mannen kräftig von den armen Bauern der Gegend unterstützt wurden.

    Heute zieht die unberührte Natur mit ihren dichten Regen- und Nebelwäldern Hiker aus aller Welt an: Neben der Tour zur Kommandantur wird eine weitere geführte Wanderung angeboten. In zwei Tagen können geübte Bergfreunde hinauf zum Pico Turquino, dem mit 1.974 Metern höchsten Berg Kubas, klettern und anschließend hinunter zur Karibikküste wandern. Der Hike ist anstrengend, aber der Mühe wert: Begleitet von Kolibris, Cubatrogonen (oder auch: Tocororos, dem Nationalvogel des Landes) und anderen Vogelarten führt er vorbei an riesigen Baumfarnen, Bananenstauden und Orchideen. Auf dem Gipfel verdeckt die dichte Vegetation zwar etwas die Sicht. Dafür erinnert eine Büste des cubanischen Nationalhelden José Martí die Besucher daran, dass sie sich auf geschichtsträchtiger Erde befinden.

    Valle de los Ingenios, Provinz Sancti Spíritus

    Eine Landschaft besonderer Art erleben die Besucher im „Valle de los Ingenios“. Inmitten des Grüns der Zuckerrohrfelder erzählen verfallene Zuckermühlen, ehemalige Kolonialhäuser und Sklavenhütten Geschichten von Reichtum und Elend vergangener Zeiten. Im 19. Jahrhundert, als hier über 50 Zuckermühlen den Bürgern Trinidads zu Reichtum verhalfen, erlebte die Region ihre Blütezeit. Inzwischen gehört die interessante, fruchtbare Ebene zum Weltkulturerbe der UNESCO.

    Vom 192 Meter hohen Aussichtspunkt „Mirador Loma del Puerto“ aus hat man einen tollen Blick auf die schier endlos scheinenden Zuckerrohrfelder mit ihren Palmenhainen – bis hin zum Escambray-Gebirge. Strategisch günstig befindet sich hier auch eine kleine Bar, die Zuckerrohrsaft, Cola und Hochprozentiges anbietet. Wer möchte, kann das schöne Tal mit einem Guide erwandern oder im nostalgischen Zug durchqueren – wenn die Dampflok nicht gerade in Reparatur ist, was sehr häufig passiert …

    Ein weiteres Highlight im „Valle de los Ingenios“ ist der zentral gelegene, fast 200 Jahre alte Turm „Torre Manaca Iznaga“, von dem aus die Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen überwacht wurden. Mutige, die es über die baufällige Holztreppe nach oben schaffen, werden mit einer Sicht von rund 50 Kilometern ins Tal belohnt. Und um den 43 Meter hohen Turm rankt sich eine Legende. Es heißt, dass die beiden Söhne des Plantagenbesitzers in dieselbe Mulattin verliebt waren. Und sie wetteten um die Schöne: Derjenige, der das höchste Bauwerk errichtete und den tiefsten Brunnen grub, sollte das Mädchen bekommen. Der Wettstreit ging wohl unentschieden aus und der Brunnen wurde nie entdeckt …

    Im Innenhof des Gutes steht eine alte Zuckerrohrpresse aus dem Jahr 1884. Zur Zeit der Zuckerrohrernte können Besucher hier frischgepressten Zuckerrohrsaft kaufen – und dazu noch eine Menge Fotos schießen, wenn das süße Getränk nach alter Methode gepresst wird.

    Guardalavaca, Provinz Holguín

    Wo früher Kühe gehütet wurden („Guardelavaca“ bedeutet wörtlich übersetzt: „Bewache die Kuh“), tummeln sich heute die Touristen. Sie sonnen sich an einem der schönsten Strände Kubas, erkunden die malerischen Buchten und genießen beim Tauchgang am Korallenriff die fantastische Unterwasserwelt.

    Der rund 1,5 Kilometer lange und etwa 40 Meter breite Traumstrand am türkisblauen Meer nimmt es ohne Weiteres mit seiner im Ausland bekannteren Konkurrenz Varadero auf. Das Hinterland von Guardelavaca ist sogar interessanter als das der Touristenhochburg: Die üppige Vegetation in hügeliger Landschaft mit kleinen, typisch ländlichen Anwesen lässt erahnen, was Kuba alles zu bieten hat.

    Außerhalb von Guardelavaca trifft man auf pittoreske Buchten und weitere Top-Strände, zum Beispiel die Beaches „Playa Esmeralda“ und „Playa Pesquero“, von deren paradiesischer Schönheit angeblich schon Christopher Columbus tief beeindruckt war. Aber auch die Kultur kommt nicht zu kurz: Im Ort Chorro de Maíta befindet sich der größte Friedhof der Ureinwohner in der gesamten Karibik. Nachdem er von Ende des 15. bis Mitte des 16. Jahrhunderts in Betrieb war, wurde er vor über 20 Jahren in ein archäologisches Museum umgewandelt. Einen Eindruck davon, wie die Ureinwohner gelebt haben, vermittelt ein nachgebautes Taíno-Dorf gegenüber des „Museo Arqueológico Chorro de Maíta“.

    Soroa, Provinz Pinar del Río

    Auf dem Weg von Havanna in Richtung Pinar del Río gehört ein Abstecher nach Soroa fast schon zum Pflichtprogramm. Die subtropische Fauna und Flora dieses über 50 Jahre alten Zentrums des Ökotourismus lädt nach Tagen hektischen Treibens in der Hauptstadt zum Ausruhen ein. Soroa – wohl benannt nach einem Franzosen namens Soreaux, der hier die erste Kaffeeplantage errichtete – ist vor allem für einen 20 Meter in die Tiefe stürzenden Wasserfall und den schönen Orchideengarten bekannt.

    Auf dem Weg zum „Salto Arco Iris“ („Regenbogen-Wasserfall“) fühlt man sich wie im Tropenhaus. Überall sprießt und tropft es im feuchtheißen Regenwald und man hört die Schreie exotischer Vögel. Ab und zu flattert ein Kolibri vorbei und huscht eine Eidechse ins Gebüsch. Dann geht es eine steile Treppe hinunter zu den Becken des Wasserfalls, wo klares, kühles Wasser zum Baden einlädt. Mit etwas Glück sieht man wirklich einen Regenbogen, wenn sich die Strahlen der Sonne am Wasser brechen.

    Blumenliebhaber sind besonders vom Orchideengarten begeistert. Was zu Hause nur mit Mühe wächst, wuchert hier in schönster Pracht – und um einiges größer als im heimischen Blumentopf. Auf 35.000 Quadratmetern werden über 700 verschiedene Orchideenarten aus aller Welt und viele andere Pflanzen gezüchtet. Guides führen die Besucher zu den schönsten Blüten. Besonders üppig blüht es im Orchideengarten zwischen Dezember und März zur Hauptblütezeit.

    Wer noch Energie hat, kann auf einer kleinen Wanderung zum 500 Meter hohen Aussichtspunkt hinauflaufen: Dort werden die Besucher bei klarer Sicht mit einem tollen Blick auf die kubanische Nord- und Südküste belohnt.

    Playa Santa Lucia, Provinz Camagüey

    Ein Paradies für Tauchfreunde: Das wohl drittgrößte Korallenriff der Welt mit über 500 Fischarten und mehr als 30 Tauchrevieren sucht sogar in Kuba seinesgleichen. In den Tiefen des Atlantischen Ozeans gibt es ein Stelldichein imposanter Meeresbewohner. So treffen Taucher mit ein bisschen Glück in den bunten Korallengärten auf Delphine, Mantas und sogar Haie. In einigen Gebieten lebt eine relativ ungefährliche Haiart, die gezähmt und gefüttert werden kann.

    Aber auch die Wracks versunkener Piraten- und spanischer Kriegsschiffe sowie verschiedene Unterwasserhöhlen wecken den Entdeckergeist. Sogar der berühmte französische Meeresbiologe Jacques-Yves Cousteau fand das Korallenriff mit seinen Bewohnern interessant: Vor Santa Lucía ging er mit seinem Team auf Tauchgang, um die Meeresfauna und -flora zu erforschen.

    Zum Sonnenbaden vor oder nach dem Tauchen lädt der 21 Kilometer lange Puderzuckerstrand mit ruhigem, klarem Wasser ein. Das Korallenriff schützt die Küste vor den Strömungen des „Canal Viejo de Bahamas“. Ein anderer schöner, etwas abgelegenere Strand befindet sich einige Kilometer außerhalb von „Playa Santa Lucia“ in der Bucht von Nuevitas. Am „Playa los Cocos“ ist der Strand noch weißer und das Wasser noch kristallklarer – sofern das überhaupt möglich ist.

    Playa Santa Lucía selbst wurde Anfang der 1990er-Jahre zum Touristenzentrum mit eigenem Flughafen ausgebaut.

    Konstanze Pfeiffer

     

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