• Kosten im Blick behalten

    Gepostet am 15. Januar 2018 von Konni zu Volunteering in Costa Rica.

    Costa Rica: Kosten im Blick behaltenCosta Rica hat eine Menge zu bieten, ist aber leider nicht ganz billig: Für Kost & Logis, Eintritte, Restaurantbesuche, Waren des täglichen Bedarfs und Freizeitspäße muss man einiges hinblättern. Nachfolgend bekommt ihr ein paar Tipps, wie ihr die Kosten in Schach halten könnt.

    In meinem Reisepreis waren bereits der Aufenthalt in der Gastfamilie in Heredia und die Halbpension eingeschlossen. Doch ich wollte natürlich auch etwas unternehmen und im Land herumreisen. Um meine Reisekasse nicht zu überfordern, informierte ich mich deshalb gleich in den ersten Tagen über die Kostenfallen und günstige Alternativen:

    Essen

    Auswärts essen

    Preisgünstige Mittagsmenüs gibt‘s in Imbissstuben, die sich „Sodas“ nennen: In den Sodas, in denen es am vollsten ist, schmeckt es erfahrungsgemäß am besten. Das Menü „Casado“ ist dabei der Klassiker auf der Speisekarte. Übersetzt heißt dieses Nationalgericht der Ticos „Verheiratet“. Es trägt wohl deshalb diesen lustigen Namen, weil es zu jeder Tageszeit in allen möglichen Variationen auf den Tisch kommt. Zu den Zutaten gehören Reis, gebratene schwarze Bohnen, gebratene Kochbananen, Zwiebeln, oft Rührei oder Sauerrahm. Dazu kann man Fleisch oder Fisch und häufig auch Salat essen. An der Karibikküste wird das Ganze mit Kokosmilch zubereitet. Kosten: ab 3 €.

    Auch „Gallo Pinto“ („Gefleckter Hahn“) ist ein typisches Tico-Gericht, das aus einer Mischung aus Reis und gebratenen schwarzen oder roten Bohnen besteht, dem dann noch – je nach Region – Zwiebeln, Sauerrahm, Tortillas (dünne Fladen aus Maismehl), Käse, Rührei, Peperoni oder auch Hühnchen, Schinken oder Speck zugefügt werden – ganz nach Gusto. Es wird oft zum Frühstück verzehrt. Kosten: ab 2,50 €.

    Wer lieber Fast Food mag, kann natürlich auch zu McDonalds (Combo Meal ab 5,50 €) oder Taco Bell (Burrito ab 1,80 €) gehen.

    Selber kochen / Kosten sparen beim Einkaufen

    Ab zwei Personen lohnt es sich, selbst zu kochen, was in den meisten Hostels und  Budget-Hotels auch möglich ist. In jedem kleinen Ort gibt es Lebensmittelgeschäfte, wobei die größeren Supermärkte (z.B. „MaxiPali“ oder „Walmart“) günstiger sind. Besonders teuer ist der „AmPm“ (dafür hat er aber lange geöffnet)In den Touristenorten sollte man am  besten schauen, wo die Einheimischen einkaufen gehen. Die vielen lokalen Märkte zum Beispiel bieten nicht nur Obst, Gemüse und andere Lebensmittel an, sondern auch viele Waren des täglichen Bedarfs.

    Trinken

    Wasser

    Mir wurde gesagt, dass man in den meisten Orten Costa Ricas Leitungswasser  trinken kann (bis auf einige Ausnahmen). Ich habe trotzdem zusätzlich Mineralwasser im Supermarkt gekauft. So wie bei uns gibt es in Costa Rica verschiedene Sorten in allen Preislagen (1,5 l kosten ca. 1,50 €). Importierte Mineralwasser sind teurer als die einheimischen.

    Kaffee

    Der Kaffee (ab 1 € am Kiosk) schmeckt in Costa Rica überall gut. Ist eigentlich auch klar, denn Kaffee gehört zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Wer Kaffee oder etwas anderes in einem schickeren Café oder einer Bar bestellen will, sollte vorher einen Blick auf die Getränke- bzw. Speisekarte werfen: Könnte nämlich etwas teurer werden …

    Shakes

    Fruchtshakes (Batidos) mit Wasser oder Milch, ab 1,50 €, sind auch sehr lecker und immer eine gute Alternative zu Mineralwasser. Die meisten werden mit frischen Früchten zubereitet (z.B. Papaya, Ananas, Bananen). 

    Alkohol

    Alkohol wird in den Sodas und anderen kleinen Gaststätten nicht ausgeschenkt, denn die Lizenzen kosten sehr viel. Wer dennoch auf sein Bierchen nicht verzichten möchte, kann sich entweder eins im Supermarkt holen (Tico-Bier „Imperial Gold“ oder „Imperial Silver“ z.B. schmeckt gut und ist ab 1,50 € zu haben) oder in ein Restaurant mit Alkohollizenz gehen. Oft gibt es auch eine Happy Hour mit mehr oder weniger leckeren Drinks. Guter Wein aus dem Ausland ist übrigens teuer (Kosten im Supermarkt: ab 8 € aufwärts). Aber auch in Costa Rica wird Wein angebaut. Ich habe ihn nie probiert, jedoch gehört, dass er nicht gerade der Bringer ist (Kopfweh inklusive) …

    Transport

    Öffentliche Verkehrsmittel sind spottbillig (vorausgesetzt, man findet den  richtigen Bus, siehe: Bus, Bahn, Wassertaxi: Nix für Weicheier! »). Für eine Fahrt mit dem Stadtbus habe ich 0,65 € bezahlt; eine siebenstündige Busfahrt quer durchs Land hat mich 11 € gekostet. Öffentliche Boote sind ebenfalls günstig (ab 5 €, je nach Entfernung). Auch die Kosten für Taxi und Uber halten sich in Grenzen (Taxi-Kurzstrecke in der Stadt ab ca. 2 €).

    Wer allerdings sein Boot verpasst oder nicht mit dem Überlandbus fahren will, muss einen teuren Transfer für Touristen buchen (ab 40 €, je nach Entfernung), das Flugzeug nehmen (ab 80 € ) oder ein privates Wassertaxi mieten (ca. 50 €, je nach Entfernung). Mit diesen Transfers werden üblicherweise Touristen vom Flughafen oder Hotel in San José abgeholt; bis Heredia kommen sie nicht.

    Übernachtung

    Unterkünfte gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel. Es lohnt sich manchmal, die Übernachtung mit Frühstück zu buchen, da Essen in Costa Rica teuer ist. In der Nebensaison, sprich: Regenzeit zwischen Mitte Mai und Anfang Dezember, gehen die Übernachtungspreise ′runter und die Hostels / Hotels bieten teilweise Discounts an. Wer kann, sollte besonders die Zeit zwischen Mitte Dezember und Ende Januar sowie rund um Ostern meiden. Da sind nicht nur viele ausländische Touristen unterwegs, sondern auch die Ticos, deren Kids Schulferien haben. Überall ist es voll und die Kosten explodieren teilweise.

    Regenzeit bedeutet nicht, dass es ununterbrochen schüttet. Normalerweise regnet es ab dem frühen Nachmittag für ein paar Stunden oder in der Nacht. In einigen Gegenden sind unbefestigte Straßen allerdings nicht mehr befahrbar. Deshalb muss man abwägen, was wichtiger ist: in der Regenzeit billiger reisen und dafür einige Orte weglassen oder in der Trockenzeit ein paar Hundert Euro drauflegen und das volle Ausflugsprogramm durchziehen.

    In Airbnb-Zimmern zu übernachten, lohnt sich übrigens auch manchmal. Oder man entscheidet sich gleich für CouchSurfing: Das kostet gar nichts und man lernt noch dazu nette Leute kennen.

    Ausflüge

    Ausflüge sollten nicht schon von Deutschland aus gebucht werden, sondern erst vor Ort. Das wirkt sich positiv aufs Budget aus.

    Lokale Anbieter

    Neben den großen Anbietern mit eigener Website gibt es nämlich viele kleine, lokale Agenturen, die genauso gut oder sogar besser und in jedem Falle günstiger sind. Oft arbeiten Hostels oder Hotels mit lokalen Guides oder Agenturen zusammen und handeln spezielle Deals aus, die auch den Touristen zugute kommen. Wer spezielle Wünsche bezüglich Freizeitaktivitäten hat, z.B. Angeln, kann ruhig die Einheimischen fragen, ob sie jemanden kennen, der z.B. mit dem Boot rausfährt oder etwas anderes anbietet. Das ist eine Win-Win-Situation: Die Locals freuen sich, dass sie etwas dazuverdienen und die Touristen freuen sich auch, weil sie billiger wegkommen als bei einer organisierten Tour.

    Tagesausflüge

    Zwar ist Costa Rica nicht groß, aber bergig mit teilweise schlechter Infrastruktur und viel Verkehr. Eine Tour, bei der man die Hälfte des Tages im Bus oder Van verbringt, um dann für zwei Stunden durch einen Nationalpark zu hetzen, lohnt sich eher weniger. Diese Ausflüge kosten meist ab 100 Euro aufwärts, und am Ende hat man nur im Bus gesessen.

    Wer mehr Zeit hat und die Natur richtig genießen will, sollte in Eigenregie anreisen und mindestens ein bis zwei Nächte vor Ort bleiben. So rentiert sich auch der Eintritt in die Nationalparks (zwischen 10 und 20 Euro). Die Anreise ist zwar etwas umständlicher, aber machbar, denn fast alle Orte in der Nähe von Nationalparks sind mit öffentlichen Bussen erreichbar (Busfahrplan »); zur Not kann man auch auf den letzten Kilometern ein Taxi oder Uber nehmen.

    Guides im Nationalpark

    Wer nicht zusätzlich noch Geld für einen Guide ausgeben will, zieht halt alleine los. In den meist gut ausgeschilderten Parks bekommt man eine Einweisung oder kleine Wanderkarte, um das Gebiet auf eigene Faust erkunden zu können. Allerdings sehen die Guides viel mehr Tiere als die Touristen, da sie ein geschulteres Auge haben und die Gegend gut kennen. Und sie können sehr viel über die Fauna, Flora und den Alltag der Einheimischen erzählen. Mir hat das immer gefallen, aber natürlich sind viele Infos auch im Reiseführer oder Internet zu finden.

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