• Fit bleiben in Salalah – geht das?

    Gepostet am 29. November 2014 von Konstanze zu Salam Oman!.

    Horizon Fitness Club Oman


    Salalah ist nicht gerade ein Ort, wo Sport groß geschrieben wird. Wobei immer mehr Männer am Strand oder im Park joggen gehen, in den Hotelpools ihre Bahnen ziehen und peu à peu neue Fitness Center entstehen – hauptsächlich für Männer …

    Das ist für Mitteleuropäer im ersten Moment schwer zu verstehen: Warum achten hier scheinbar nur Männer auf ihre Gesundheit und bewegen sich? Wenn man den Zahlen glauben darf, gibt es in Oman ungefähr genauso viel Übergewichtige wie in Europa (über ein Fünftel der Bevölkerung – Tendenz steigend). Die Speckröllchen und „Schwimmringe“ sind unter Abayas und Dischdaschas (traditionelle weitgeschnittene Kleidungsstücke für Frauen bzw. Männer) nur besser getarnt als bei uns … Das Problem bleibt allerdings das gleiche.

    Da ich ein „Bewegungsmensch“ bin und eines meiner liebsten Hobbys nun mal Sport ist, finde ich mich natürlich nicht mit den Gegebenheit ab. Joggen am Strand und Schwimmen im Pool sind super, aber ich frage mich, ob es nicht noch mehr Möglichkeiten gibt, um in Salalah Sport zu treiben. Recherchen im Internet ergeben, dass eine Fitnessclub-Kette mit über -zig Studios in ganz Oman auch in Salalah zwei Clubs eröffnet hat – einen für Männer und einen für Frauen!

    Also, nichts wie hin!

    Zuerst gehe ich in den Männerclub, weil ich ein neugieriger Mensch bin und mal wissen will, inwieweit der sich von dem Frauen-Fitnessstudio unterscheidet. Der Club macht einen guten Eindruck: groß, hell, gut besucht, viele Geräte. Der Frauen-Fitnessclub liegt gleich um die Ecke in einem großen Gebäude. Da die Fenster verklebt sind, renne ich erst einmal daran vorbei.

    Endlich drin, werde ich freundlich von den Mädels am Empfang, allesamt keine Omanerinnen, begrüßt. Wie erwartet, ist der Club viel kleiner und ohne Fenster. Es gibt einen Kursraum, einen Geräteraum und verschiedene Räume, in denen man zum Beispiel den Pfunden chirurgisch zu Leibe rückt, wofür auch im Studio groß Werbung gemacht wird …

    Der Umkleideraum ist sauber, aber klein aufgrund der übersichtlichen Anzahl der Mitglieder, mit Gebetsecke sowie Zugang zur Sauna / Dampfbad.

    Die Preise sind happig: Für einen Monat Mitgliedschaft inklusive Sportkurse und Gerätetraining soll ich 120 Euro bezahlen! Ich falle fast um. So viel würde ich in München nicht für den besten Club ausgeben! Um mich von der Qualität des Gyms zu überzeugen, laden mich die Mädels zum kostenlosen Probetraining ein.

    Ich entscheide mich für Zumba, das kenne ich ja aus München und Mexico. Dass der Kurs nicht pünktlich 17.45 Uhr aufgrund der Gebetszeit beginnt, stört mich nicht, denn ich bin ja selbst nicht die Pünktlichste. Also unterhalte ich mich ein bisschen mit der Kursleiterin, die von den Philippinen kommt. Eine Viertelstunde später sind wir dann komplett und es kann losgehen – und zwar gleich mit „Nossa, nossa“. Macht wirklich Spaß, allerdings halten die wenigsten Mädels durch. Ich halte durch, aber bei mir hapert es etwas an der Choreografie. Aber was soll’s …

    Hinterher gehe ich noch ins Gerätetraining … das hätte ich in München nach der Zumbastunden nicht mehr geschafft. Der Crosstrainer hat einen eigenen Fernseher, das ist natürlich Luxus!

    Ob ich mir allerdings den Luxus der Mitgliedschaft in dem Club leisten kann, weiß ich noch nicht … Nur Gerätetraining würde 50 Euro kosten – auch nicht gerade ein Schnäppchen …

     

     

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