• Ahlan wa sahlan – jetzt geht’s los!

    Gepostet am 31. März 2015 von Konni zu Arabisch lernen mal anders.

    Arabisch lernen - Lernmaterial aller ArtMehrmals habe ich in den letzten drei Jahren angefangen, Arabisch zu lernen … Warum? Weil ich die Sprache mag und die Herausforderung liebe. Aber jedesmal tauchte dann ein Stolperstein nach dem anderen auf und brachte mich wieder vom Kurs ab. Angesichts des vielen Lernmaterials hat mich nun aber endgültig der Ehrgeiz gepackt!

    Jawohl! Ich werde der Welt beweisen, dass es möglich ist, Arabisch zu meistern! Mit oder ohne fremde Hilfe. Denn mit der Hilfe ist das so eine Sache. Muttersprachler bieten sich zwar bereitwillig an, den Sprachkenntnissen auf die Sprünge zu helfen. Und sie freuen sich auch, wenn sich der Ausländer auf das Abenteuer (Arabisch) einlässt. Aber manchmal tauchen bei der praktischen Umsetzung dann doch Probleme auf.

    Sprachkurs Arabisch mit Tücken

    Darum probierte ich es lieber erst einmal mit Sprachunterricht. Im Kurs „Arabisch für Anfänger ohne Vorkenntnisse“ war die Lehrerin offensichtlich noch ehrgeiziger als die Teilnehmer selbst und kritzelte ab Stunde eins die Tafel mit arabischem Vokabular voll. Dass wir bei jedem Treffen ein paar Leute weniger waren, störte sie nicht weiter. Ein paar Teilnehmer, die mit Arabisch aufgewachsen waren (und sich trotzdem im Anfängerkurs tummelten), konnten die Wörter ja gut lesen, der Rest musste sich irgendwie anders behelfen. Wir übriggebliebenen Anfänger ließen uns aber von dem Zeichen-Wirrwarr nicht abschrecken und  blieben bis zum Schluss bei der Stange! Und eines kann ich inzwischen im Schlaf herbeten: die Begrüßung „Ahlan wa sahlan“ (Herzlich willkommen!“)

    Bei gleicher Lehrerin nahm ich dann – weil es ja schon im Unterricht so gut gelaufen war – noch ein paar Stunden mehr. Letztendlich ist auch da nicht viel hängengeblieben. Das lag sicher auch an mir, denn irgendwann hatte ich keine Lust mehr … Nachdem ich mir ein paar Monate später in Malaysia „Complete Arabic“ gekauft hatte (im Bild links), ein didaktisch sehr gut aufbereitetes Selbstlernbuch mit CDs auf Englisch, und wieder motivierter war, versuchte ich es noch einmal mit einem Kurs. Bei dem wurde dann ausschließlich gesprochen (inzwischen hatte ich  die Buchstaben auch schon alleine gelernt). Der Lehrer legte ein flottes Tempo an den Tag und teilte viele Unterlagen aus – eine gute Grundlage, um jetzt noch einmal von vorne anzufangen.

    Geht nicht, geht gar nicht!

    Doch auch bei meinem Aufenthalt in Salalah im Süden von Oman fand ich weder einen Lehrer noch sahen sich arabisch sprechende Freunde in der Lage, mit mir ein bisschen zu üben. Obwohl ja noch nicht Hopfen und Malz bei mir verloren war, denn vor Ort fing ich langsam an, Gesprächsfetzen zu verstehen. 

    Nach meiner Rückkehr nach Deutschland war ich so gefrustet von den Widrigkeiten, dass ich alles komplett hinwerfen wollte. Wozu auch noch? Die meisten Araber reden sowieso Deutsch, Englisch oder Französisch. Dieses Tief hielt an – bis ich vor ein paar Tagen all die Arabisch-Bücher sah, die ich mir  in Deutschland, Australien, auf Borneo, in Oman und  Dubai gekauft hatte. Und plötzlich fiel mir wieder ein, mit wie viel Spaß ich an die Sache herangegangen war.

    Und mein Entschluss war plötzlich gefasst: Ich nehme einen neuen Anlauf und werde mich wieder intensiver der Sprache widmen – bis ich noch in diesem Jahr das Niveau B1 (Mittelstufe) erreicht habe. Und wer auch Lust auf Arabisch hat, kann meine Erlebnisse rund ums Sprachenlernen und die arabische Welt live im Blog mitverfolgen.

     

     

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